Ausbildung an der Klinik für Audiologie und Phoniatrie

Neben dem Studium für Mediziner werden in der Klinik auch Logopäden und Audiologie-Assistenten ausgebildet.

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Ausbildung zum Logopäden oder zur Logopädin

Logopäden gehören zur Berufsgruppe der nichtärztlichen Heilberufe. Ihr Tätigkeitsbereich umfasst die logopädische Diagnostik, Therapie und Beratung bei Patienten mit Störungen der Stimme, der Sprache, des Redeflusses und der Artikulation sowie bei Störungen des Gehörs, soweit sich diese auf das Sprechen und die Sprache auswirken sowie myofunktionelle Störungen und Schluckstörungen.

Erfahren Sie mehr über das Berufsbild Logopädie an der Charité Gesundheitsakademie.


Ausbildung zum Audiologie-Assistenten oder zur Audiologie-Assistentin

Berufsbild

Zum Berufsbild der/des HNO-Audiologie-Assistentin(en) gehört die Durchführung sämtlicher subjektiver Hörprüfungen bei Patienten vom Neugeborenen- bis zum Erwachsenenalter. Es umfaßt zusätzlich alle Verfahren zur Hörgeräte-Anpassung, zur Durchführung objektiver Hörprüfungen mittels Abteilung akustisch evozierter Potentiale, die Verfahren der Tympanometrie und Stapediusreflexmessung, Methoden zur Überprüfung der akustischen Perzeption, der Abteilung otoakustischer Emissionen und die Gleichgewichtsprüfung, Rhinomanometrie, Facialisdiagnostik, Gustometrie und Olfaktometrie.

Berufsbezeichnung

HNO-Audiologie-Assistent(in) ist die neuere Bezeichnung für die im Bundes-Angestelltentarif (BAT) genannte Berufsbezeichnung des Audiometristen.

Aufgabenfelder

HNO-Audiologie-Assistenten werden in erster Linie in HNO-Kliniken und phoniatrisch-pädaudiologischen Kliniken eingesetzt, finden aber auch Plätze in Hals-, Nasen-, Ohrenpraxen und in Gesundheitsämtern.

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung gliedert sich in eine praktische und eine theoretische Ausbildung.
In der praktischen Ausbildung sollen alle notwendigen Fähigkeiten erlernt werden. Die gängigen Testverfahren müssen dabei am Ende der Ausbildung routinemäßig durchgeführt werden können. Zusätzlich soll die/der Auszubildende im Rahmen von Praktika bzw. Hospitationen die Möglichkeit der Früherziehung hörgestörter Kinder und die Tätigkeit von Hörgeräte-Akustikern kennenlernen.

Die theoretische Ausbildung findet durch den Besuch von Vorlesungen im Rahmen der Logopäden-Ausbildung, der Vorlesungen für Studenten der Humanmedizin und der Sonderpädagogik statt. Darüber hinaus werden theoretische und praktische Einweisungen in die verschiedenen Testmethoden durch die Lehraudiometristin vorgenommen.

Praktische Ausbildung in der Klinik

  • Schwellenaudiometrie und Sprachaudiometrie
  • Stimmgabeltest
  • Abstandsprüfung
  • Vertäubung
  • Tinnitusbestimmung
  • Überschwellige Audiometrie
  • Simulationsprüfungen
  • Tympanometrie
  • Stapediusreflexmessung
  • Facialisdiagnostik
  • Spielaudiometrie
  • Reflexprüfung bei Neugeborenen
  • Verhaltensaudiometrie
  • Prüfung der akustischen Perzeption
  • Prüfung der auditiven Wahrnehmung
  • Screening-Audiometrie bei Neugeborenen
  • Messung otoakustischer Emissionen
  • Ableitung früher akustisch evozierter Potentiale
  • Ableitung der Mismatch Negativity
  • Frequenzspezifische Ableitung früher akustisch evozierter Potentiale mit Notched-Noise-Maskierung
  • Beratung von Hörgeräte-Trägern
  • In-Situ-Messung
  • Hörfeldskalierung (Würzburger Hörfeld)
  • Berufs- und Gesetzeskunde
  • Gleichgewichtsprüfung
  • Rhinomanometrie
  • Gustometrie
  • Olfaktometrie
  • Praktika und Hospitationen
  • Woche an einer Schule für Hörbehinderte
  • Wochen bei einem Hörgeräte-Akustiker

Abschlussprüfung

Die Ausbildung endet mit der Prüfung. Bei Nichtbestehen ist die einmalige Wiederholung dieser Prüfung zulässig. In Berlin wird der/die Audiologie-Assistent(in) häufig auch als Audiometrist(in) (Bezeichnung des BAT) bezeichnet. In der ehemaligen DDR gab es das Berufsbild Phoniatrisch-audiologische(r) Assistent(in), das dem vorgenannten Berufsbild weitestgehend entsprach. Zugangsvoraussetzungen sind:Die Ausbildung endet mit der Prüfung. Bei Nichtbestehen ist die einmalige Wiederholung dieser Prüfung zulässig. In Berlin wird der/die Audiologie-Assistent(in) häufig auch als Audiometrist(in) (Bezeichnung des BAT) bezeichnet. In der ehemaligen DDR gab es das Berufsbild Phoniatrisch-audiologische(r) Assistent(in), das dem vorgenannten Berufsbild weitestgehend entsprach.

Zugangsvoraussetzungen

  • Realschulabschluß oder Abitur
  • Vollendung des 18. Lebensjahres
  • Normales Hörvermögen
  • Normale, gutverständliche Aussprache
  • Technisches Verständnis

Ein Eignungstest wird nicht durchgeführt, sondern nur ein Vorgespräch mit Herrn Prof. Dr. M. Gross. Berufliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Ausbildungsdauer beträgt 2 Jahre und untergliedert sich in verschiedene Fachkurse.

In der Klinik für Audiologie und Phoniatrie werden fachtheoretische Unterrichtsstunden abgehalten. Die praktische Ausbildung findet im Poliklinikbereich der Abteilung für Audiologie und Phoniatrie und auf den einzelnen Stationen des Universitätsklinikums Benjamin Franklin statt.
Beendigung und Erfolg der Ausbildung werden durch ein Zeugnis bescheinigt.
Eine staatliche Anerkennung erfolgt nicht.

Aufgrund des steigenden Bedarf an entsprechenden Ausgebildeten hat das Bundesgesundheitsministerium 1994 die Ausbildung zum(r) Medizinisch-technischen Assistenten(in) für Funktionsdiagnostik (MTA-F) mit staatlicher Anerkennung eingeführt. Diese Ausbildung beträgt 3 Jahre.