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Behandlung von Schluckstörungen

Hier finden Sie Informationen zu Möglichkeiten der Funktionswiederherstellung und der Kompensation von Fehlfunktionen bei Schluckstörungen.

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Konservative Behandlung

Eine wesentliche Säule der Behandlung ist die logopädische Schlucktherapie, welches in der Regel ambulant durch niedergelassene Logopäd:innen durchgeführt wird.

Die Behandlung besteht üblicherweise aus folgenden Elementen:

  • Restitution: Sie werden zu Übungen angeleitet, die darauf abzielen, die ursprüngliche Schluckfunktion soweit wie möglich wiederherzustellen.
  • Kompensation: Sie werden zu Schlucktechniken angeleitet, die helfen können, Funktionseinschränkungen beim Schluckvorgang auszugleichen (z.B. spezielle Kopfpositionen beim Schlucken).
  • Adaptation: Sie erhalten praktische Hilfestellungen für den Alltag, um mit Funktionseinschränkungen umzugehen (z.B. Anpassung der Kostkonsistenz, spezielle Ess- und Trinkhilfen)

Auf Grundlage der oben genannten Therapieelemente wird im Rahmen einer Schlucktherapie üblicherweise ein für Ihre Schluckstörung individuelles Konzept erarbeitet.

Eine entsprechende Verordnung können Sie im Rahmen der Sprechstunde erhalten.

Invasive Behandlung

Bei sehr ausgeprägten Schluckstörungen ist es manchmal notwendig, vorübergehend oder auch dauerhaft auf die gewohnte Ernährung zu verzichten. Der Magen-Darm-Trakt toleriert jedoch nur kurze Zeiten ohne Nahrungszufuhr. Um eine ausreichende Kalorienzufuhr über die Vene (intravenös) oder über den Magen (enteral) einerseits und einen ausreichenden Schutz der Atemwege vor eindringenden Nahrungsbestandteilen andererseits zu gewährleisten, stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung, die allein oder ergänzend zur oralen Nahrungszufuhr eingesetzt werden können:

  • Nasogastrale Sonde: Ernährung über eine Sonde, die über die Nase in den Magen gelegt wird. Diese Methode wird zur enteralen Ernährung bei sehr kleinen Säuglingen oder vorübergehend bei Erwachsenen in stationären Einrichtungen genutzt. 
  • PEG/J (perkutane endoskopische Gastrostomie/Jejunostomie): Ernährung über eine Sonde, die durch die Bauchdecke in den Magen oder oberen Dünndarm gelegt wird. Dies ist bei langfristig erforderlicher enteraler Ernährung in der Regel die Methode der Wahl. Die Anlage der Sonde erfolgt üblicherweise durch eine gastroenterologische Einrichtung. 
  • intravenöse Ernährung: Dies ist nur eine kurzfristige Option in stationären Einrichtungen, um z.B. ergänzende Flüssigkeiten oder Kalorien zuzuführen. 
  • Tracheotomie: Wenn sogar das Schlucken des eigenen Speichels ein dauerhaftes Problem ist, kann es in gravierenden Fällen ratsam erscheinen, die unteren Luftwege durch einen Luftröhrenschnitt und eine eingelegte blockbare Trachealkanüle zu sichern.