Larynxpapillomatose

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Die Larynxpapillomatose ist eine benigne Neoplasie des Larynx, die durch eine Infekt on mit dem Humanen Papilloma Virus (HPV) ausgelöst wird.  Das onkogene humane Papillomavirus ist ein DNA-Virus, es befällt Epithelzellen der Haut bzw. der Schleimhaut.

Von diesem Virus bestehen mehrere Subtypen, die häufigsten bei der Larynxpapillomatose anzutreffenden Typen sind 6 und 11. Auch andere Typen wurden bei der Larynxpapillomatose schon festgestellt, doch ist die Infektion mit den Subtypen 16 und 18 deutlich geringer anzutreffen.

Die Neoplasie besteht in einer Art Warzenbildung im Kehlkopfbereich, wobei zumeist die Stimmbänder betroffen sind. Auch andere Bereiche können mit den Warzen belegt sein, so auch z.B. die laryngeale Epiglottisfläche oder auch die Carina.
Die HPV Subtypen 6 und 11werden als "low-risk" -Viren eingestuft und arten selten maligne aus. Die HPV Subtypen 16und 18 werden allerdings zu den "high-risk"-Viren gezählt, bei denen eine starke Assoziation mit einem bösartigen Verlauf der Erkrankung gegeben ist.

Da der Zeitpunkt der ersten Papillome entweder im Kindes- oder im Erwachsenenalter auftreten kann, spricht man entweder von der juven ilen bzw. der aggressiven Larynxpapillomatose und der adulten bzw. der weniger aggressiven Larynxpapillomatose. Die juvenile Form ist laut Definition dann gegeben, wenn sich die Erstdiagnose vor dem 12. Lebensjahr befindet. Zumeist wird beider juvenilen Form die Erstdiagnose vor dem 10. Lebensjahr gestellt, beider adulten Form erst im Alter zwischen 30 und 40.

Der Übertragungsweg ist noch nicht eindeutig geklärt. Es konnte jedoch bereits der Nachweis gefunden werden, dass ein Zusammenhang zwischen einer zervikalen bzw. genitalen HPV-Infektion der Mutter und einer nachfolgenden Larynxpapillomatose beim Kind besteht, was zur juvenilen Form führt. Beider adulten Form wird der Übertragungsweg mit oralem Sexualkontaktin Verbindung gebracht, konnte aber noch nicht bewiesen werden.

Menschen mit Larynxpapillomatose haben häufig mit stetig stärker werdenden Beschwerden zu kämpfen. Dazu gehören Heiserkeit, Atembeschwerden und Stridor. Da die Larynxpapillomatose eine seltene Erkrankung ist, wird die Diagnose oft erst spät gestellt, teilweise erst wenn ein akuter Notfall eingetreten ist. Die Erkrankung geht mit häufigen Rezidiven einher, im englischen weist der Name der Erkrankung schon auf diese Tatsache hin: recurrent respiratory papillomatosis, übersetzt: rezidivierende respiratorische Papillomatose (RRP).