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Schluckstörungen: Patienteninformation zum Thema Dysphagie

Hier können Sie sich zum Thema Schlucken und Schluckstörungen informieren.

Für weitere Informationen zur Diagnostik von Schluckstörungen klicken Sie bitte hier.

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Unauffälliges Schlucken

Normaler Ablauf eines Schluckaktes mit oraler, pharyngealer und ösophagealer Phase.

Beim Schlucken werden Nahrung und Speichel aus der Mundhöhle durch den Rachen und die Speiseröhre bis in den Magen transportiert, wobei gleichzeitig die unteren Atemwege geschützt werden, indem der Kehlkopf auf mehreren Ebenen verschlossen wird. Dies ist ein äußerst komplexer Vorgang, der beim gesunden Menschen üblicherweise unreflektiert und zum Großteil unwillkürlich abläuft.

Der Schluckablauf lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen:

  • In der oralen Phase wird die Nahrung aufgenommen und ggf. zerkleinert, mit Speichel durchmischt, zu einem Bolus geformt und durch eine Rückwärtsbewegung der Zunge in die hintere Mundhöhle befördert.
  • In der pharyngealen Phase wird der Schluckreflex ausgelöst. Hierbei laufen einige Mechanismen zeitgleich ab: Der Nasenrachen wird durch eine Anhebung des Gaumensegels verschlossen, der Bolus wird in Richtung Speiseröhre nach hinten unten transportiert, gleichzeitig wird der Kehlkopf verschlossen und der obere Eingang der Speiseröhre geöffnet. 
  • In der ösophagealen Phase wird der Bolus durch die Eigenbewegung (Peristaltik) der Speiseröhre in Richtung Magen befördert, der Ausgang der Speiseröhre öffnet sich und der Bolus gelangt in den Magen.

Schluckstörungen

Unter Schluckstörung oder auch Dysphagie versteht man eine Störung der oralen Nahrungsaufnahme und/oder des Nahrungstransportes während einer der vorgenannten Phasen. Dies kann unter Umständen mit einer Neigung zum "Verschlucken", d.h. möglichem Eindringen von Nahrungsbestandteilen in die unteren Atemwege, einhergehen. Diese wiederkehrenden sogenannten "Aspirationen" können zu Komplikationen der Lunge wie zum Beispiel Bronchitis oder auch Lungenentzündungen führen. Ein erster Hinweis können Fieberschübe unklarer Ursache sein. Auch eine starke unbeabsichtigte Gewichtsabnahme und/oder Mangelernährung kann Folge einer Schluckstörung sein. Bei Kindern führt dies häufig zu einer allgemeinen Gedeihstörung.

Schluckstörungen können, vom Neugeborenen bis zum alten Menschen, in jedem Lebensalter auftreten. Die möglichen Ursachen sind vielfältig und reichen von angeborenen Fehlbildungen über neurologische Erkrankungen bis zu strukturellen Veränderungen der Schluckorgane durch Traumata oder Tumoren.

In unseren Schlucksprechstunden für Kinder und Erwachsene können wir mittels endoskopischer Schluckuntersuchung den Schluckablauf bis zum Speiseröhreneingang beurteilen und Sie bezüglich Übungs- und Kompensationsstrategien bei vorliegender Schluckstörung beraten. Gegebenenfalls können weitere ergänzende Untersuchungen durch weitere Fachdisziplinen, z.B. eine neurologische Untersuchung, eine Röntgenuntersuchung oder eine Magenspiegelung, sinnvoll sein.

Fütterstörungen

Zeigt sich die Nahrungsaufnahme Ihres Kindes schwierig, ohne dass bisher eine erklärende organische Ursache dafür gefunden werden konnte? Dann könnte eine Fütterstörung vorliegen. Dies sind Einschränkungen der kindlichen Nahrungsaufnahme, die durch ungünstige Angewohnheiten bedingt sind, und sich bereits mit der Umstellung auf Beikost im ersten Lebensjahr manifestieren können. Im Gegensatz zu den Dysphagien tritt kein krankhaftes Verschlucken auf. Vielleicht kennen Sie diese Probleme:

  • Ihr Kind wendet den Kopf ab oder beginnt zu weinen, wenn es essen soll.
  • Milch / Brei wird postwendend wieder ausgespuckt und nicht toleriert.
  • Ihr Kind is(s)t sehr wählerisch, es akzeptiert nur bestimmte Nahrungsmittel oder -konsistenzen.
  • Sie können Ihr Kind nur füttern, indem Sie es mit viel Aufwand ablenken.
  • Mahlzeiten werden entweder nach wenigen Löffeln durch das Kind beendet oder dauern weit über eine tolerable Zeit hinaus
  • Bei Ihnen und vielleicht auch Ihrem Kind baut sich Angst vor der nächsten bevorstehenden Mahlzeit auf, weil der Ablauf so mühsam ist.

Gemeinsame Mahlzeiten sollten eigentlich genossen werden können, werden in solchen Fällen aber für Kind und Eltern zu einem oft frustrierenden Erlebnis. Als Konsequenz kann es sogar zu Gedeihstörungen kommen, da die Kinder nicht ausreichend Energie zugeführt bekommen.

Weitere Informationen zur Diagnostik und Behandlung von Fütterstörungen finden Sie hier!

Ambulante Schlucksprechstunden

Kinder werden montags bis donnerstags von 08:00 bis 15:00 Uhr und freitags von 08:00 bis 13:00 Uhr am Campus Virchow Klinikum untersucht.
Anmeldung Kinderschlucksprechstunde Campus Virchow-Klinikum:

 +49 30 450 555 450

 +49 30 450 555 950

 

Erwachsene werden in unserer ambulanten Schlucksprechstunde freitags von 08:00 bis 11:00 Uhr am Campus Benjamin Franklin untersucht.
Anmeldung Schlucksprechstunde Campus Benjamin Franklin:

 +49 30 450 555 450

 +49 30 450 555 950