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Internationaler Welthörtag

Am 3. März wird der internationale Welthörtag begangen. Mit diesem Tag soll darauf hingewiesen werden, dass Hörstörungen zu den am meisten vernachlässigten und verborgenen Erkrankungen gehören. Vorsichtigen Schätzungen zufolge sind mindestens 5,3% der Weltbevölkerung von einer medizinisch relevanten Hörstörung betroffen.

Für Kinder sind die Folgen einer zu spät identifizierten Hörstörung besonders dramatisch. Sind Kinder mit einer Hörstörung (ganz gleichen welchen Ausmaßes) weniger als 6 Monate alt, so kann eine völlig normale Entwicklung erzielt werden. Bei späterer Identifikation einer Hörstörung droht eine

  • lebenslange irreversible Beeinträchtigung in Form einer mangelnden bis zur komplett fehlenden Sprachentwicklung neben
  • Entwicklungsstörungen der Intelligenz,
  • der sozialen Kompetenzen und der Emotionalität

Aber auch die Hörstörungen bei Erwachsenen erfahren sehr häufig nicht die notwendige Aufmerksamkeit. Fast 2/3 aller Personen im Alter von mehr als 70 Jahren leiden an einer relevanten Hörstörung. Folgen sind

  • ein 2-5fach höheres Risiko eine Demenz zu entwickeln und
  • eine signifikant gesteigerte Wahrscheinlichkeit schwerer zu erkranken sowie
  • früher zu sterben als Gleichaltrige ohne Hörstörung bzw. Gleichaltrige mit angemessener Behandlung der Hörstörung.